(zVg) “Tibadas” ist romanisch und heisst soviel wie “kräftig in die Tiba stossen”. Die Tibadas finden in der Landschaft statt. Sie knüpfen an der alten Tradition der Älpler an, mit dem Hirtenhorn Tiba von Alp zu Alp, von Maiensäss zu Maiensäss und hinunter ins Tal musikalische Lebenszeichen zu schicken und sich zu verständigen.
Für die Tibadas vom Pfingstmontag, 13. Juni 2011, braucht es in der Tat eine gute Atemtechnik. Tibasignale wandern in Form einer Tonstafette vom Schamsertal ins Safiental, weiter nach Ilanz und wieder zurück. Achtzehn Tibaspielerinnen und Tibaspieler stellen sich entlang der Route Wergenstein – Mathon – Dros – Farcletta da Stavlatsch – Hoch Büel (Glaspass) – Innerglas – Zalöner Hütta – Güner Lückli – Um Crap – Signina – Riein – Crap da Sevgein – Ilanz (Stall Neufundland) auf und geben das Signal “Udiu e Capiu” (“Gehört und Verstanden”) weiter.
Die Tonstafette überwindet dabei Täler und Pässe und macht ihren Weg von 23.5
km hin und zurück zwischen 18:00 und 19:00 Uhr abends. Die Spielerinnen und Spieler nehmen zum Teil lange Fussmärsche auf sich, um sich an ideal gelegenen Landschaftspunkten mit Sichtverbindung zum nächsten Spieler aufzustellen. Die “Tibadas” sind ein Experiment in der Natur und brauchen für ihr Gelingen günstige Wind- und Wetterverhältnissen. Das Publikum ist herzlich eingeladen, die Ohren zu spitzen und die Töne aus der Ferne zu erlauschen. Dafür geeignete Standorte sind die Streckenpunkte Glaspass, Safien, Riein oder Ilanz. Die Tibadas werden von den Schamser und Safier Tibaspielern in Zusammenarbeit mit dem Museum Regiunal Surselva organisiert.
Details/Tiba-Spiele/Karte
Foto in Druckqualität
(Carin Cadonau, Museum Regiunal Surselva)
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Museum Regiunal Surselva
Carin Cadonau und Marianne Fischbacher
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